
Ein ausführliches Vorgespräch und ein auf
die Methode
zugeschnittener Hörtest sind die Grundlagen einer
Behandlung.
Beim Hörtraining werden im Prinzip die wichtigen
Entwicklungsschritte der Hörwahrnehmung, und damit auch der
psychischen Entwicklung, nachvollzogen.
Das Ohr des Fetus im Mutterleib ist ein
„Wasser-Ohr“. Es nimmt die
Töne durch das Fruchtwasser, über die
Wirbelsäule und
das Becken der Mutter und den eigenen Knochen gefiltert wahr, mit einer
Bevorzugung der hohen Frequenzen. Erst nach der Geburt vollzieht sich
die Umwandlung zum „Luft-Ohr““ mit der
Luft als Übertragungsmedium.
In den ersten Trainingsphasen hört man über
Spezialkopfhörer nach einem individuellen Programm
elektronisch
veränderte Musik von Mozart und dann eine Kassettenaufnahme
der
Stimme der eigenen Mutter, so wie man sie im Mutterleib wahrgenommen
hat.
Kinder und Erwachsene können währenddessen spielen,
kreativ
gestalten, träumen, schlafen. Nach einer
„akustischen Geburt“
folgen aktive Behandlungsabschnitte. Man liest, summt oder singt in ein
Mikrofon und hört seine eigene Stimme auf eine elektronisch
korrigierte, „ideale“ Art und Weise.
Der starke „Input“ des gefilterten Hörens
drängt nach einem
Ausdruck: Viele fühlen sich vom Malen angeregt. Bei anderen
intensiviert sich Traumerinnerung oder Körperwahrnehmung.
Erinnerungen aus früheren Lebensabschnitten sind
zugänglicher und das assoziative Denken ist erleichtert. Ein
psychischer Entwicklungsprozess wird ausgelöst. Die
Behandlungsergebnisse werden zudem durch
regelmäßige
Kontrollhörtests überprüft.
In Abhängigkeit von der Erstuntersuchung und dem psychologischen Hörtest kann ein Hörtraining empfehlenswert sein: